Licht am Arbeitsplatz muss zwei scheinbar widersprüchliche Anforderungen erfüllen: Es muss hell genug für anspruchsvolle Sehaufgaben sein (mindestens 500 Lux nach ASR A3.4) und gleichzeitig so entblendet, dass keine störende Direkt- oder Reflexblendung auf Bildschirmen entsteht. Bei der Planung linearer LED-Systeme scheitern viele Projekte an der falschen Diffusor-Wahl. Wir zeigen, wie Sie mit mikroprismatischen Optiken und der richtigen Bandbestückung die Norm DIN EN 12464-1 mit UGR < 19 sicher einhalten.
Nach DIN EN 12464-1 und ASR A3.4 gilt für Bildschirmbüros der Grenzwert UGR ≤ 19 (technisches Zeichnen: ≤ 16; Flure: ≤ 28). Standard-Opalabdeckungen scheitern hier oft (UGR ca. 22–25), da sie unkontrolliert zur Seite strahlen. Die Profil-Lösung: Mikroprismatische Diffusoren (CDP) mit >65° Abschirmwinkel kombiniert mit hocheffizienten Streifen wie dem Bilicht BL-SM10-24-90-E (220 lm/W) und einem 30 % Indirektlichtanteil zur Decke.
UGR steht für Unified Glare Rating (einheitliche Blendungsbewertung). Er quantifiziert die psychologische Blendung durch künstliche Beleuchtung auf einer Skala von 10 (nicht wahrnehmbare Blendung) bis 30 (unerträgliche Blendung).
Ein niedriger UGR-Wert ist keine reine Eigenschaft der Leuchte allein, sondern berechnet sich aus dem Verhältnis der Leuchtdichte der Lichtquelle zur Hintergrund-Leuchtdichte der Decke und dem Winkel im Sichtfeld des Betrachters.
| Einsatzbereich (nach DIN EN 12464-1) | Maximaler UGR-Grenzwert | Mindest-Beleuchtungsstärke (Ëm) | Farbwiedergabe (Ra) |
|---|---|---|---|
| Technisches Zeichnen / Feinmechanik | ≤ 16 | 750 Lux | Ra ≥ 90 |
| Bildschirmarbeitsplatz / Büro | ≤ 19 | 500 Lux | Ra ≥ 80 / 90 |
| Schulungs- und Konferenzräume | ≤ 19 | 500 Lux | Ra ≥ 80 |
| Verkaufsräume / Ladenbau | ≤ 22 | 300 – 500 Lux | Ra ≥ 90 |
| Flure, Treppenhäuser & Nebenräume | ≤ 28 | 100 – 150 Lux | Ra ≥ 80 |
Die Wahl der Profilabdeckung bestimmt maßgeblich, ob eine Lichtlinie als blendend empfunden wird und wie viel Lichtstrom im Diffusor absorbiert wird:
| Diffusor-Typ | Lichttransmission | Entblendung (UGR) | Punkte-Sichtbarkeit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Transparent / Klar | ca. 95 % | UGR > 25 (stark blendend) | Jede LED einzeln sichtbar | Nur indirekt / Schutzabdeckung |
| Opal / Milchig | ca. 65 – 70 % | UGR ca. 22 – 24 | Vollkommen homogen | Möbelbau, Vouten, Akzente |
| Mikroprismatisch (CDP) | ca. 80 – 85 % | UGR < 19 möglich | Sehr gut entblendet | Büros, Praxen, Kassenbereiche |
| Schwarz (Black Diffuser) | ca. 35 – 45 % | UGR < 19 | Unsichtbar im ausgeschalteten Zustand | Exklusiver Ladenbau, Gastronomie |
Bilicht Lichtberechnung & B2B-Projektservice
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Der UGR-Wert misst die psychologische Blendung durch Kunstlichtquellen. Nach DIN EN 12464-1 und ASR A3.4 dürfen Bildschirmarbeitsplätze maximal UGR ≤ 19 aufweisen, um visuelle Ermüdung, Kopfschmerzen und Reflexionen auf Monitoren wirksam zu verhindern.
Opale Diffusoren streuen das Licht ungerichtet in alle Raumwinkel. Im flachen Blickwinkel zur Decke entsteht eine hohe Flächenleuchtdichte, die direkt blendet (typischer UGR ca. 22–24). Abhilfe schaffen mikroprismatische Abdeckungen, die das Licht gezielt nach unten bündeln und seitlich entblenden.
Ja, durch den Einsatz vertiefter Profilsysteme mit mikroprismatischer Prismenstruktur und hocheffizienten Streifen wie unserem Modell BL-SM10-24-90-E (220 lm/W). In Kombination mit einem indirekten Lichtanteil zur Decke wird UGR < 19 mühelos erreicht.
Bewährt hat sich eine Lichtverteilung von 60 % bis 70 % direktem Licht nach unten und 30 % bis 40 % indirektem Licht zur Decke. Dies erhellt den Raumhintergrund gleichmäßig, beseitigt Schlagschatten und senkt den UGR-Blendungsindex spürbar ab.